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Wasser erhält Ende des 18. und im Verlauf des 19. Jahrhunderts lokal und global betrachtet den Status eines ‚Superelements‘: Es wird ökonomisch (Dampfmaschine), naturwissenschaftlich (Neptunismus), ästhetisch und kunsttheoretisch (von der Landschaftsmalerei und -dichtung bis hin zur Gartenkunst) zum Motor, Medium und Modell für die Dynamiken der Moderne. In diesem Kontext werden Wasserlandschaften insbesondere in den europäischen Romantiken zu privilegierten (Denk-)Räumen und Umwelten, um Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen organischen und anorganischen Akteuren zu beobachten und deren Dynamiken ästhetisch in Szene zu setzen. Durch das stets volatile Prisma der Wasserlandschaften kommen auf diese Weise ökologische Beziehungen auch in ihren lokalen Besonderheiten in den Blick. Der Band erkundet den Stellenwert und die Materialität des Wassers um 1800 anhand konkreter Beispiele wasserlandschaftlicher Formationen in Literatur, Malerei und Musik. Philosophische und wissensgeschichtlich orientierte Perspektiven werden dabei ebenso berücksichtigt wie neuere Ansätze der ökokritischen Forschung und der Blue Humanities. Ausgelotet wird in diesem Zusammenhang auch das Verhältnis von Wasser, Landschaftsästhetik und ökologischem Denken.
Landschaftsästhetik, Fluidität, Ökologie. Eine Einführung zu den Wasserlandschaften um 1800.- Wasserkünste – Formspiel, Lebendigkeit, Wechselwirkungen.- Wasser als morphologische Kraft.- Das Flüssige als Werkstoff des Lebendigen. Franz von Baaders naturphilosophische Erkundungen des Fluiden.- Wasserdichtungen – Politik, Ästhetik, Akustik.- Sinnerschließung durch Vertonung? – Ökomusikologische Überlegungen zur wasserevokativen Klavierbegleitung (ökokritischer) Kunstlieder Franz Schuberts.- Onto-ökologische Milieus. Hölderlins ecopoetry des Stroms.- Die Regierungskunst der Ströme. Modellierungen fließender Gewässer in Gedichten von Klopstock, Goethe und Hölderlin.- Wasser zwischen Landschaft und Element. Wasserlandschaften in gartenkundlichen und literarischen Diskursen um 1800.- Fluides Erzählen – Poetik, Wissen, Medialität.- Zwischen Natur und Geschichte. Wasserlandschaften in François de Chateaubriands Itinéraire de Paris à Jérusalem.- Figurationen des Amphibischen als poetologische Reflexionsinstanzen und kulturelle Archivare bei Ludwig Tieck (Das Donauweib, Der Wassermensch).- Die Geister im Wasser. Interdependenzen von Wasser, Wahrnehmung und Spuk bei Annette von Droste-Hülshoff.- „Und schreibt, so wie die Wellen auf die Sandflächen schreiben,/ Der Wind auf die Lagune, die Sonne auf den Nebel.“ Verflechtungen zwischen lyrischer Stimme, mehr-als-menschlicher Welt und Poetik in Rosalía de Castros Lyrikband An den Ufern des Sar.- Fließende Grenzen – Ambiguität, Transgression, Risiko.-Von Wassertropfen bis Wattenmeer. Hans Christian Andersen.- Dispersion, Austausch, Konzentration. Narrative Figurationen von Ozean und Atmosphäre in Victor Hugos Les Travailleurs de la mer.- „A Shepherd on the stormy seas“: Wasser, Landschaft und Ökologie in William Wordsworths The Brothers.- „Magnificent, yet most dreadful objects of nature“. Sir Walter Scotts gefährliche Küsten.
Roland Borgards ist Professor für Neuere deutsche Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Goethe-Universität Frankfurt.
Frederike Middelhoff ist W1-Professorin für Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Romantikforschung an der Goethe-Universität Frankfurt.
Barbara Thums ist Professorin für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Mainz.


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