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Dieses Buch setzt sich kritisch mit den beiden wichtigsten Sicherheitsreferenzen der NATO auseinander: der Zivilisation und den Menschen. Durch ein Überdenken der scheinbar selbstverständlichen Annahme dieser beiden Referenzobjekte wird die erkenntnistheoretische Bedeutung einer unbewussten Dimension für das Verständnis von Bedeutungsbildung und Verhaltensänderung in der internationalen Sicherheit aufgezeigt.
Das Buch bietet einen historisierenden und genealogischen Ansatz für die Idee der Zivilisation, die den Kern des Bündnisses bildet und in der menschliche Bedürfnisse, Erzählungen und Sicherheitsvereinbarungen miteinander verknüpft sind. Es wird davon ausgegangen, dass im Zentrum der modernen westlichen Sicherheit ein zivilisiertes Sicherheitssubjekt steht, das ständig zivilisierte und sichere Subjekte in der ganzen Welt hervorgebracht hat, was die Entstehung der NATO auf der Grundlage eines zivilisatorischen Referenzpunktes erklärt. Anschließend wird in dem Buch die Individualisierung der Sicherheit nach dem Kalten Krieg als eine weitere Phase des Zivilisierungsprozesses anhand der militärischen Operationen der NATO in Bosnien und Herzegowina, im Kosovo und in Afghanistan untersucht.
1. Suche nach alternativen Verbindungen zwischen Zivilisation und Sicherheit.- 2. Die disziplinären Verbindungen der IR mit der westlichen Zivilisation.- 3. Individualisierung der Zivilisation: Das zivilisierte Subjekt der Sicherheit.- 4. Normen der Zivilisation: Architektur der Sicherheit, Ordnung und Hierarchie.- 5. Die tiefen Ursprünge der NATO (1939–1949): Den zivilisierten Habitus durchbrechen?.- 6. Die Entwicklung der NATO im Kalten Krieg: Die Zivilisation vom Referenzobjekt zur Norm.- 7. Die NATO nach dem Kalten Krieg: Neue Wege und Gründe für die Koexistenz.- 8. Die Individualisierung der Sicherheit: Eine neue Architektur für internationale Sicherheit.- 9. Die Individualisierung der Sicherheit innerhalb der NATO.10. Schlussfolgerung.
Sarah da Mota erforscht derzeit Astropolitik und die Auswirkungen der Weltraumforschung auf IR, Frieden und Sicherheit. Sie ist Mitautorin von Drones and the uninsurable security subjects (Third World Quarterly) und Visibility and Politics: an Arendtian reading of US drone policy (Nação e Defesa).


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