Für den Schweizer Architekten veränderte sich das juristische und kaufmännische Umfeld seiner Berufstätigkeit in den letzten Jahren vollumfänglich. Die erst im Jahre 2001 überarbeitete Ordnung für Leistungen und Honorare der Architekten und Architektinnen wurde bereits im folgenden Jahr für ungültig erklärt. Im Herbst 2003 wurde die entstandene Lücke mit der Ordnung 102:2003 geschlossen, die für die Honorarberechnung das sogenannte Stundenaufwand-Modell vorschreibt. Dabei erhält der Architekt zwar noch eine gewisse Hilfestellung in der Form von Richtwerten, die Selbstkosten pro Mitarbeiter und die Honorarhöhe muss er jedoch künftig selbst berechnen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss er somit alle Leistungen für einen Auftrag überdenken und umschreiben, bevor er eine Honorarofferte macht. Das Handbuch für Architekten vermittelt dem Architekten Grundlagen und stellt ihm Hilfsmittel für die Einführung des neuen Kalkulationsmodelles zur Verfügung. Sämtliche Bereiche der Arbeitsorganisation werden dabei thematisiert. Die im Handbuch besprochenen Zahlenbeispiele, die Leerformulare und die Vertragstexte stehen den Lesern im Internet unter www.architekt-buehler.ch zur Verfügung. Jürg Bühler ist dipl. Architekt ETH/SIA, Sachbearbeiter, Komissionsmitglied und Rechnungsrevisor im SIA. Er hat zahlreiche Beiträge in Lehrschriften der Impulsprogramme des Bundes verfasst. Bühler war zwanzig Jahre als Partner in einem Zürcher Architekturbüro mit zwanzig Mitarbeitern verantwortlich für Organisation, Finanzen und Personal. Der Autor sagt über sein Buch: "Das neue Honorar-Berechnungs-Modell des SIA hat mich herausgefordert. Ich habe - zuerst für mich selbst - den roten Faden und den Überblick in all den neuen Ideen und Publikationen des SIA gesucht. Das Konzentrat dieser Arbeit möchte ich jetzt meinen Berufskollegen als Arbeitshilfe zur Verfügung stellen."