Noch immer ist es schwierig, den V?lkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 beim Namen zu nennen. Als Franz Werfel 1930 durch Anatolien reiste, schockierten ihn die Begegnungen mit Zeitzeugen und er begann, akribisch f?r einen Roman zu recherchieren. >Die vierzig Tage des Musa Dagh< beschreiben das Schicksal einer armenischen Familie, die langsam ausgegrenzt und schlie?lich mit Waffengewalt verfolgt wird. Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand. Umsichtig und differenziert, mit einer klaren, flie?enden Sprache verwandelt Werfel diese historische Katastrophe in ein eindrucksvolles Epos.